Kennst du das Gefühl, zum Kühlschrank zu gehen, obwohl du gar keinen Hunger hast? Bei mir war das jahrelang Alltag – und lange habe ich nicht verstanden, warum.

Heute weiß ich: Es ging nie wirklich ums Essen. Es ging um ein Loch in mir, das mit Liebe hätte gefüllt werden sollen und stattdessen mit Essen gefüllt wurde.

In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meinen Weg – von dem tief verwurzelten Glaubenssatz „Ich bin nicht liebenswert“ über den Teufelskreis aus Essen und Scham bis zu dem Moment, in dem ich durch meine Mindset-Ausbildung verstand: Ein Glaubenssatz ist kein Urteil, sondern nur ein Gedanke, den ich verändern kann.

Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkennst, dann bist du hier genau richtig. Denn dieser Weg lässt sich gehen – Schritt für Schritt, liebevoll, ohne Kampf gegen dich selbst.

Wie der Glaubenssatz „Ich bin nicht liebenswert“ in meiner Kindheit entstand

Ich komme aus einer Familie, in der Liebe nicht gezeigt wurde. Es wurde nicht gesprochen, nicht gestreichelt, nicht in den Arm genommen. Stattdessen herrschte ein Klima des Kampfes – um Aufmerksamkeit, um Recht, um einfach nur Gehör.

In so einer Umgebung lernt ein Kind eines ganz früh: Du musst um jeden Funken Zuwendung kämpfen. Und wenn der ausbleibt, schlussfolgert es irgendwann: Ich bin es nicht wert. Mit mir stimmt etwas nicht. Ich bin nicht liebenswert.

Dieses Gefühl des Nicht-genug-Seins, nicht liebenswert zu sein, wurde mein ständiger Begleiter. Und das Essen? Das Essen wurde mein bester Freund. Der einzige, der dieses schmerzhafte Loch in mir nicht noch größer zu machen schien, sondern es – zumindest für einen Moment – zu füllen.

Essen ohne Hunger: Wenn Essen zum Ersatz für Liebe wird

Ich habe lange nicht verstanden, warum ich esse, wenn ich keinen Hunger habe. Erst viel später erkannte ich: Ich hatte einen anderen Hunger. Einen emotionalen Hunger. Einen Hunger nach Trost, nach Verständnis, nach dem Gefühl, gesehen und gehalten zu sein.

Das Essen gab mir das, was mir von außen fehlte:

Das Essen gab mir das, was mir von außen fehlte:

  • Es war da, wenn ich mich allein fühlte.
  • Es urteilte nicht, wenn ich mich schämte.
  • Es tröstete, wenn ich das Gefühl hatte, niemanden zu haben.
  • Es gab mir das Gefühl von Fülle, wo innerlich eine große Leere war.

Jeder Bissen war ein stiller Versuch, mir selbst das zu geben, was ich mir so sehr von anderen gewünscht hätte: Annahme. Für einen kurzen Moment hörte der Schmerz auf, das Gefühl, nicht liebenswert zu sein. Das Essen betäubte die Wunde.

Es war mein Schutzschild gegen die Welt und gegen das schmerzhafte Gefühl in meinem Inneren.

Der Teufelskreis aus emotionalem Essen, Scham und Gewichtszunahme

Doch hier liegt die tragische Falle: Das Essen betäubte den Schmerz nur kurz. Danach kam die Scham. Die Scham, „schwach“ gewesen zu sein. Die Scham, wieder „zuviel“ gegessen zu haben.

Diese Scham bestätigte den ursprünglichen Glaubenssatz nur noch mehr: Siehst du? Du kannst dich nicht mal kontrollieren. Du bist wirklich nicht Liebenswert.

Das Gewicht, das dadurch entstand, wurde zum sichtbaren Beweis für meine vermeintliche Unzulänglichkeit. Es schien der Welt zu beweisen, was ich innerlich längst glaubte.

So schloss sich der Kreis: Die Blockade „Ich bin nicht liebenswert“ führte zu betäubendem Essen, das zu Gewicht und Scham führte, die die Blockade wiederum verstärkten.

Mentale Blockaden & Glaubenssätze auflösen durch Mindset-Coaching und Profiling

Der entscheidende Durchbruch kam, als ich meine Ausbildung zur Mindset-Coachin begann und parallel Fortbildungen in Profiling absolvierte.

Das war der Moment, in dem ich vom bloßen „Spüren“ zum aktiven „Verstehen“ kam.

In der Ausbildung lernte ich, meine Glaubenssätze nicht nur zu spüren, sondern sie wie unter einem Mikroskop zu betrachten. Ich konnte sie benennen, ihren Ursprung erforschen und – das Wichtigste – sie aktiv auflösen. Der Satz „Ich bin nicht liebenswert“ war plötzlich keine unangreifbare Wahrheit mehr, sondern ein erlerntes Programm, das ich verändern konnte.

Ich erinnere mich genau an den Moment in der Ausbildung, als mir plötzlich klar wurde: ‚Das ist ja nur ein Gedanke – nicht die Wahrheit!‘ Diese Erkenntnis war wie ein Blitz. Plötzlich sah ich, dass dieser Glaubenssatz wie eine alte, abgespielte Schallplatte in meinem Kopf war, die ich einfach abstellen konnte. Das war der Beginn echter innerer Freiheit.

Das Profiling gab mir den tiefen Blick in meine Schattenseiten. Es half mir zu sehen, was in mir verborgen lag: Welche Ängste, welche alten Schutzmechanismen und welche unerfüllten Bedürfnisse mein Verhalten wirklich steuerten.

Diese Kombination aus persönlicher Mindset-Arbeit und dem strukturierten Blick des Profilings war mein Schlüssel.

Es war nicht mehr nur ein vages Gefühl. Ich konnte meine mentalen Ursachen nun klar erkennen und benennen.

Diese bewusste Persönlichkeitsentwicklung war die eigentliche Blockaden-Lösung. Das Wissen, wie der eigene Geist funktioniert, gab mir die Macht zurück.

Emotionalen Hunger erkennen und den inneren Kampf beenden

Als ich verstand, dass mein Essverhalten ein verzweifelter Versuch war, mir selbst Liebe zu geben – auf die einzige Art, die ich damals kannte – konnte ich langsam aufhören, mich dafür zu hassen.

Ich begann, das Essen nicht mehr als Feind zu sehen, sondern als einen schlecht informierten Boten. Der Bote brachte die Nachricht: „Du brauchst etwas.“ Er lag nur mit der Lösung daneben. Die Werkzeuge aus der Ausbildung halfen mir, bessere Antworten zu finden. Statt Trost durch einen Keks suchte ich ihn nun in einem Telefonat, einem Spaziergang, einem freundlichen Satz in mein Tagebuch.

Der größte Gewinn war nicht die Zahl auf der Waage. Es war die unendliche Erleichterung, die kam, als der innere Kampf endlich aufhörte.

Der Moment, in dem ich mich das erste Mal fragte ‚Was brauche ich wirklich?‘ und mir eine ehrliche, liebevolle Antwort geben konnte, war kostbarer als jede Diät.

Das Gefühl, nicht mehr gegen sich selbst zu kämpfen, sondern sich endlich auf die eigene Seite zu stellen – das ist der wahre Beginn von Leichtigkeit.

Praktische Übung gegen emotionales Essen: Was brauchst du wirklich?

Wenn du dich in diesem Gefühl „nicht liebenswert zu sein“ wiedererkennst, dann lade ich dich ein, heute einen anderen Blick zu wagen.

Wenn kein körperlicher Hunger da ist, frag dich:

  • „Welches Gefühl möchte ich gerade nicht spüren?“ (Einsamkeit? Leere? Wertlosigkeit?)
  • „Kann ich mir für diesen Moment etwas anderes Gutes tun?“ (Fünf tiefe Atemzüge? Ein Glas Wasser trinken? Das Fenster öffnen?)

Eine kleine, aber wirkungsvolle Übung von meiner Ausbildung: Stell dir vor, dein inneres Kind sitzt traurig vor dir. Was würdest du ihm sagen? Würdest du ihm einen Keks geben – oder es in den Arm nehmen und trösten? Diese Frage bringt oft sofortige Klarheit über den Unterschied zwischen Betäubung und echter Fürsorge.

Du musst den alten Glaubenssatz nicht sofort loswerden. Du kannst einfach beginnen, ihm nicht mehr blind zu gehorchen. Jedes Mal, wenn du zwischen emotionalem und körperlichem Hunger unterscheidest, beweist du dir selbst: Ich höre auf dich. Ich kümmere mich um dich. Das ist die erste Form von Selbst-Liebe.

Häufige Fragen zu Glaubenssätzen, Mindset-Arbeit und emotionalem Essen (FAQ)

Kann man tiefsitzende Glaubenssätze wie „Ich bin nicht liebenswert“ wirklich ändern? Ja, absolut. Auch wenn sie sich wie eine feste Wahrheit anfühlen, sind Glaubenssätze erlernte Programme des Geistes.

Mit den richtigen Werkzeugen und Methoden, wie sie beispielsweise im MindsetCoaching oder durch Profiling-Anwendungen genutzt werden, können sie erkannt und aufgelöst werden.

Was ist der Unterschied zwischen Mindset-Arbeit und Profiling? Mindset-Arbeit konzentriert sich oft auf bewusste Gedankenmuster und Glaubenssätze.

Profiling kann einen Schritt tiefer gehen und helfen, unbewusste Persönlichkeitsanteile und Schattenseiten sichtbar zu machen, die unser Verhalten maßgeblich steuern.

Beides ergänzt sich hervorragend.

Reicht es, die Blockade nur zu erkennen? Das Erkennen ist der entscheidende erste Schritt. Die eigentliche Transformation geschieht jedoch durch das konsequente Anwenden neuer, liebevollerer Muster anstelle der alten.

Das ist ein Prozess, der Zeit und oft auch Begleitung braucht.

Meine Begleitung für dich…..

Der Weg, eine tiefsitzende Blockade wie „Ich bin nicht liebenswert“ zu lösen, braucht oft einen einfühlsamen Begleiter, der die richtigen Werkzeuge kennt.

In einem kostenlosen, vertraulichen Erstgespräch können wir uns anschauen, wie sich dieses Muster bei dir zeigt und welche ersten Schritte in Richtung eines liebevolleren Umgangs mit dir selbst möglich sind.

Dein Erstgespräch: So lösen wir deine mentalen Blockaden gemeinsam.

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert