§ 3 Abgrenzung: Kein Ersatz für medizinische oder psychotherapeutische Behandlung
(1) Coaching ist keine Heilbehandlung, keine Psychotherapie und keine Ausübung der Heilkunde im Sinne des Heilpraktikergesetzes. Wir stellen keine Diagnosen, behandeln keine Erkrankungen mit Krankheitswert und ersetzen keine ärztliche, psychotherapeutische oder heilkundliche Behandlung.
(2) Unsere Leistung richtet sich an Klient:innen ohne akuten Behandlungsbedarf. Zeigen sich während des Coachings Hinweise auf eine behandlungsbedürftige psychische oder körperliche Erkrankung, sind wir berechtigt, das Coaching zu unterbrechen oder zu beenden und der Kund:in zu empfehlen, ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
(3) Die Kund:in bleibt für ihre Entscheidungen und deren Umsetzung selbst verantwortlich (Hilfe zur Selbsthilfe).
§ 4 Zustandekommen des Vertrags
(1) Die Darstellung unserer Leistungen auf der Website, in Broschüren oder in sonstigen Materialien stellt kein bindendes Angebot unsererseits dar, sondern eine Aufforderung an die Kund:in, ein Angebot abzugeben (invitatio ad offerendum).
(2) Mit der Buchung über [Buchungstool/Website/Anfrage per E-Mail] gibt die Kund:in ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Coaching-Vertrags ab.
(3) Der Vertrag kommt durch unsere Annahme zustande, die durch eine ausdrückliche Buchungsbestätigung (z. B. per E-Mail) oder durch die tatsächliche Erbringung der ersten Leistung erfolgt.
(4) Bei Buchung über ein Online-Bestellsystem/Buchungstool erhält die Kund:in unmittelbar nach Absenden der Bestellung eine automatische Empfangsbestätigung; diese stellt noch keine Vertragsannahme dar, sofern dies nicht ausdrücklich erklärt wird.
§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung ausgewiesenen Preise in Euro. [Falls Kleinunternehmer:in gem. § 19 UStG: „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.“ Andernfalls: „Alle Preise verstehen sich inklusive der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer.“]
(2) Die Zahlung erfolgt [Vorkasse / Rechnung nach Leistungserbringung / Ratenzahlung gemäß gesondertem Zahlungsplan] mittels [Überweisung / SEPA-Lastschrift / Kreditkarte / PayPal / Stripe — Zutreffendes einfügen].
(3) Bei Gruppenprogrammen/Paketen mit mehreren Terminen kann eine Ratenzahlung vereinbart werden; die einzelnen Raten werden unabhängig von der tatsächlichen Teilnahme an einzelnen Terminen fällig, sofern die Kund:in nicht wirksam widerrufen oder gekündigt hat.
(4) Gerät die Kund:in mit einer Zahlung in Verzug, sind wir berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 288 BGB) zu berechnen sowie, nach erfolgloser Mahnung mit Fristsetzung, weitere Leistungen bis zum Ausgleich des Rückstands zurückzuhalten.
§ 6 Termine, Absagen, Umbuchungen
(1) Vereinbarte Termine sind für beide Seiten verbindlich.
(2) Kann die Kund:in einen Termin nicht wahrnehmen, ist eine Absage bis spätestens [z. B. 24 Stunden] vor dem vereinbarten Termin kostenfrei möglich; der Termin wird dann nach Verfügbarkeit neu vereinbart.
(3) Bei späterer Absage oder Nichterscheinen („No-Show“) ohne triftigen Grund ist die Kund:in zur vollständigen Zahlung des vereinbarten Honorars für diesen Termin verpflichtet, da wir die Zeit für die Kund:in reserviert haben; das Recht der Kund:in, einen geringeren tatsächlichen Schaden nachzuweisen, bleibt unberührt.
(4) Müssen wir einen Termin absagen oder verschieben, wird der Kund:in unverzüglich ein Ersatztermin angeboten; ein Anspruch auf Schadensersatz besteht nur nach Maßgabe von § 12 dieser AGB.
(5) Bei Gruppenprogrammen mit festen Terminen (z. B. Live-Sessions) besteht kein Anspruch auf individuelle Nachholtermine bei Verhinderung der Kund:in; sofern im Leistungsumfang vorgesehen, können ersatzweise Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt werden.
§ 7 Mitwirkungspflichten der Kund:in
(1) Der Erfolg eines Coachings hängt wesentlich von der aktiven Mitwirkung der Kund:in ab. Die Kund:in ist gehalten, vereinbarte Übungen/Aufgaben eigenverantwortlich zu bearbeiten und, soweit für das Coaching relevant, wahrheitsgemäße Angaben zu machen.
(2) Für die technischen Voraussetzungen zur Teilnahme an Online-Sitzungen (Internetverbindung, Endgerät, ggf. erforderliche Software) ist die Kund:in selbst verantwortlich.
§ 8 Vertraulichkeit und Datenschutz
(1) Wir behandeln alle im Rahmen des Coachings bekannt gewordenen Informationen der Kund:in vertraulich und geben sie nicht ohne Zustimmung an Dritte weiter, soweit keine gesetzliche Pflicht zur Offenlegung besteht.
(2) Bei Gruppenprogrammen verpflichten sich alle Teilnehmenden zur wechselseitigen Vertraulichkeit über innerhalb der Gruppe geteilte persönliche Informationen; hierfür kann eine gesonderte Vertraulichkeitsvereinbarung vorgesehen werden.
(3) Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß unserer gesondert abrufbaren Datenschutzerklärung unter [URL einfügen].
§ 9 Urheberrecht und Nutzungsrechte
(1) Sämtliche im Rahmen des Coachings bzw. Gruppenprogramms zur Verfügung gestellten Materialien (Arbeitsblätter, Videos, Aufzeichnungen, Präsentationen, Zugang zur Lernplattform u. Ä.) sind urheberrechtlich geschützt.
(2) Die Kund:in erhält ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht ausschließlich zum eigenen, privaten Gebrauch. Vervielfältigung, Weitergabe, öffentliche Zugänglichmachung oder gewerbliche Nutzung sind ohne unsere vorherige schriftliche Zustimmung nicht gestattet.
(3) Live-Sessions dürfen von der Kund:in nicht ohne unsere ausdrückliche Zustimmung aufgezeichnet werden.
§ 10 Laufzeit und Kündigung
(1) Einzelcoaching-Pakete (z. B. „5er-Karte“) sind, sofern nicht anders vereinbart, innerhalb von [z. B. 12 Monaten] ab Vertragsschluss einzulösen; danach verfallen nicht genutzte Sitzungen, sofern die Nichtnutzung von der Kund:in zu vertreten ist.
(2) Gruppenprogramme/Online-Kurse mit fester Laufzeit enden automatisch mit Ablauf der vereinbarten Laufzeit bzw. nach der letzten vorgesehenen Leistung, ohne dass es einer Kündigung bedarf.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (§ 314 BGB) bleibt für beide Seiten unberührt.
(4) Das gesetzliche Widerrufsrecht der Kund:in nach § 13 dieser AGB bleibt von den vorstehenden Regelungen unberührt.
§ 11 Gewährleistung
(1) Da es sich beim Coaching-Vertrag um einen Dienstvertrag handelt, gelten die gesetzlichen Regelungen der §§ 611 ff. BGB. Ein Anspruch auf ein bestimmtes Ergebnis besteht nicht (vgl. § 2 Abs. 3).
(2) Legt die Kund:in substantiiert Mängel in der Durchführung des Coachings dar (z. B. erhebliche Terminverschiebungen ohne triftigen Grund, Nichteinhaltung der vereinbarten Leistungsbeschreibung), werden wir uns um angemessene Abhilfe bemühen.
§ 12 Haftung
(1) Wir haften unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, sowie für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung oder auf Arglist beruhen.
(2) Für Schäden aus der leicht fahrlässigen Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten — Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung die Kund:in regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen ausgeschlossen.
(4) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht, soweit wir einen Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Leistung übernommen haben.
(5) Wir übernehmen keine Haftung für den wirtschaftlichen, beruflichen oder persönlichen Erfolg der Kund:in, da dieser von zahlreichen außerhalb unseres Einflussbereichs liegenden Faktoren abhängt.
§ 13 Widerrufsrecht für Verbraucher:innen
(1) Verbraucher:innen steht bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und bei Fernabsatzverträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht nach Maßgabe der folgenden, in Anlage 1 abgedruckten Widerrufsbelehrung zu.
(2) Möchte die Kund:in, dass wir mit der Ausführung der Leistung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen, ist hierfür eine ausdrückliche Zustimmung sowie eine Bestätigung der Kenntnis über den Verlust des Widerrufsrechts bei vollständiger Vertragserfüllung erforderlich (§ 356 Abs. 4 BGB); dies wird bei der Buchung gesondert abgefragt.
(3) Übt die Kund:in nach Beginn der Leistung wirksam ihr Widerrufsrecht aus, hat sie uns Wertersatz für die bis zum Widerruf bereits erbrachte Leistung im Verhältnis zum Gesamtumfang der vertraglich vereinbarten Leistungen zu zahlen (§ 357 Abs. 8 BGB).
(4) Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig in den gesetzlich vorgesehenen Fällen, insbesondere wenn die Dienstleistung vollständig erbracht wurde und die Kund:in dem gemäß Absatz 2 ausdrücklich zugestimmt hat.
(5) Zur Buchungsstrecke über ein Online-Bestell-/Buchungssystem beachte den Warnhinweis zur Widerrufsbutton-Pflicht (§ 356a BGB) auf den ersten Seiten dieses Dokuments.
§ 14 Streitbeilegung
(1) Die Europäische Kommission stellt seit dem 20. Juli 2025 keine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS-Plattform) mehr zur Verfügung.
(2) Wir sind nicht verpflichtet und grundsätzlich nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des § 36 VSBG teilzunehmen. [Falls doch bereit: „Wir sind bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor folgender Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen: [Name, Anschrift, Website einfügen].“]
§ 15 Änderung dieser AGB
Wir behalten uns vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies aus triftigem Grund (z. B. Änderung der Rechtslage oder höchstrichterlichen Rechtsprechung, wirtschaftliche Notwendigkeit) erforderlich ist und die Kund:in dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Über Änderungen werden bereits gebundene Kund:innen in Textform informiert; widerspricht die Kund:in nicht innerhalb von [z. B. sechs Wochen] nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf diese Rechtsfolge weisen wir in der Änderungsmitteilung gesondert hin.
§ 16 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Zwingende verbraucherschützende Bestimmungen des Staates, in dem die Kund:in ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben von dieser Rechtswahl unberührt, soweit diese ihr einen weitergehenden Schutz gewähren (Art. 6 Rom-I-VO) — das ist insbesondere relevant, wenn die Kund:in ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich oder einem anderen EU-Staat hat.
(3) Ein besonderer Gerichtsstand wird durch diese AGB nicht begründet, soweit die Kund:in Verbraucher:in ist; es gelten die gesetzlichen Zuständigkeitsregelungen.
§ 17 Schlussbestimmungen
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt, soweit vorhanden, die gesetzliche Regelung.
Stand: [Monat/Jahr einfügen]
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns ([Name, Anschrift, Telefonnummer, ggf. Telefaxnummer, E-Mail-Adresse einfügen].
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist.