„Im letzten Teil habe ich dir erzählt, wie alles begann und mir die Gemeinschaft und mein Kuchen-Ritual beim Gewicht stabil halten geholfen haben. Heute komme ich zum vielleicht wichtigsten Kapitel: wie ich all das in meinen Alltag integriere und mein Gewicht stabil halten kann, seit ich vor vier Jahren damit begonnen habe. Ein wichtiger Faktor, um mein Gewicht stabil halten zu können, ist die Unterstützung von Freunden und Familie.“
Es geht nicht um Perfektion, sondern um Balance
Das ist der Schlüssel, um langfristig das Gewicht stabil halten zu können.
Der größte Unterschied zu früher? Ich strebe nicht mehr nach Perfektion.
Früher dachte ich: Entweder ich halte mich 100% an den Plan, oder ich habe versagt. Ein Stück Kuchen war gleichbedeutend mit Scheitern. Eine ausgelassene Trainingseinheit war ein Beweis dafür, dass ich es nicht wert war.
Heute weiß ich: Leben hat Höhen und Tiefen. Es gibt Tage, an denen ich mich optimal ernähre und bewege. Und es gibt Tage, an denen es nicht so läuft. Das ist okay.
Wichtig ist nicht, jeden Tag perfekt zu sein. Wichtig ist die Balance über Wochen und Monate hinweg.
Indem ich lerne, mein Gewicht stabil halten zu können, finde ich auch Freude an der Bewegung.
Ich habe meinen Lebensstil verändert
Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis: Ich betreibe keine Dauerdiät.
- Früher: „Ich muss x Wochen durchhalten, dann ist die Diät vorbei.“
- Heute: „Das ist einfach mein Leben. So esse und bewege ich mich.“
Gewohnheiten, die zu mir passen
- Regelmäßige, bewusste Mahlzeiten
- Bewegung als fester Bestandteil meines Tages
- Achtsamkeit für Hunger- und Sättigungssignale
- Genuss ohne Schuldgefühle
Bewegung ist meine Freiheit
Früher war Bewegung Strafe fürs Essen. Heute ist sie mein Geschenk an mich selbst.
Auch mit meinen kaputten Gelenken habe ich Wege gefunden, mich regelmäßig zu bewegen:
- kurze Spaziergänge, so weit es die Schmerzen zulassen
- sanfte Übungen im Sitzen oder Liegen
- Dehnungen gegen die Steifheit
- bewusstes Atmen zur Entspannung
Ich bewege mich nicht, um Kalorien zu verbrennen. Ich bewege mich, weil es sich gut anfühlt. Weil es meine Gelenke geschmeidig hält. Weil es meinen Geist klärt.
Essen ist nicht der Feind
Ich habe aufgehört, Essen in „gut“ und „böse“ einzuteilen.
Stattdessen frage ich mich:
- Tut mir dieses Essen gut?
- Wie fühle ich mich danach?
- Brauche ich es wirklich?
- Oder suche ich eigentlich Trost, Ablenkung oder Belohnung?
Manchmal esse ich immer noch aus emotionalen Gründen. Der Unterschied ist: Ich erkenne es schneller. Und ich verurteile mich nicht mehr dafür. Ich nehme es zur Kenntnis und mache am nächsten Tag einfach weiter.
Die Waage ist nicht mein Richter
Früher bestimmte die Zahl auf der Waage meinen ganzen Tag. Heute wiege ich mich nur noch einmal pro Woche – und manchmal vergesse ich es sogar.
Das Gewicht schwankt. Das ist normal. Wassereinlagerungen, Hormone, Verdauung – viele Faktoren spielen eine Rolle.
Ein weiterer Aspekt, um mein Gewicht stabil halten zu können, ist die Achtsamkeit beim Essen.
Ich achte mehr auf andere Signale:
- Wie passen meine Kleider?
- Wie fühle ich mich energiegeladen?
- Wie beweglich bin ich?
- Wie ist meine Stimmung?
Der Umgang mit Rückschlägen
Es gab natürlich Tage, an denen nichts klappte. Tage, an denen ich aus Frust oder Einsamkeit zu ungesunden Snacks griff. Früher hätte so ein Tag meine gesamte Motivation zerstört nach dem Motto: „Jetzt ist es eh egal!“
Aber weißt du was? Heute ist es mir eben nicht mehr egal. Denn ich weiß genau, wofür ich diesen Weg gehe.
Früher habe ich oft Angst gehabt, überhaupt wegzugehen, weil ich wegen des Gewichts nicht in die Stühle passte. Ich isolierte mich, zog mich zurück. Heute bin ich endlich wieder mitten in der Gemeinschaft dabei.
Ich kann mich endlich so ankleiden wie ich es möchte, und muss nicht mehr Sachen tragen, die mir eigentlich gar nicht gefallen, nur weil sie die richtige Größe haben.
Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, das Gewicht stabil halten zu können, um mich wohlzufühlen.
Das alles bedeutet für mich pure Motivation und unbezahlbare Lebensqualität. Und genau dieses Gefühl – wie schön es ist, diese Freiheit zurückzuhaben – möchte ich an dich weitergeben. Ein einziger schlechter Tag wirft mich nicht mehr aus der Bahn, weil das neue Leben viel zu kostbar ist.
Selbstmitgefühl ist mein stärkster Verbündeter
Die wichtigste Lektion von allen: Ich habe gelernt, freundlich mit mir selbst umzugehen.
Anstatt mich zu beschimpfen, wenn etwas nicht klappt, frage ich mich:
- Was brauche ich gerade wirklich?
- Wie kann ich mir selbst helfen?
- Wer oder was könnte mich unterstützen?
Dieses Selbstmitgefühl hat mir geholfen, aus dem Teufelskreis von Schuld und Strafe auszusteigen.
Ich bin nicht „fertig“ – ich übe jeden Tag
Manchmal fragen mich Menschen: „Bist du jetzt am Ziel?“
Meine Antwort: „Ich bin auf dem Weg. Und ich bleibe auf dem Weg.“
Gesundheit ist kein Ziel, das man erreicht und dann hat. Es ist eine tägliche Entscheidung. Eine Praxis. Etwas, das ich jeden Tag aufs Neue übe.
Und das ist okay. Es muss nicht perfekt sein. Es muss nur ehrlich sein.
Selbstmitgefühl ist entscheidend, um mein Gewicht stabil halten zu können und mich nicht unter Druck zu setzen.